Posten, Liken, Teilen – Social Media im Handwerk

Geschätzte Lesedauer: 7 Minuten

Selbstvermarktung und Netzwerken über soziale Medien

Bist du digital unterwegs und nutzt routiniert Social Media-Kanäle? Auch das Handwerk wird immer digitaler und die Entwicklungen hinsichtlich neuer Wege für den Informationsaustausch haben in den letzten Jahren in der Baubranche deutlich Fahrt aufgenommen. So entwickeln sich auch hier soziale Netzwerke zunehmend zu einem wichtigen Bestandteil im Bereich der Kommunikation. Mit Instagram, Facebook und Co. lassen sich nicht nur Partner, Mitarbeiter und potenzielle Bewerber erreichen, sondern auch Kunden. Insbesondere letztere profitieren davon. Denn du bietest ihnen unter anderem einen verbesserten Service sowie mehr Möglichkeiten für die Kontaktaufnahme, Feedback oder Supportanfragen. Auch in Sachen Marketing dienen die einzelnen Plattformen als wichtiges Werkzeug. Lass beispielsweise Bilder aus deinem Arbeitsalltag sprechen und überzeuge so mit deinem Handwerk. Viele Betriebe haben dies schon für sich erkannt – die Konkurrenz schläft also nicht. Nur Mut! Wir helfen dir beim Sprung in die digitale Welt. Wie du Social Media für dein Unternehmen sinnvoll nutzen kannst, worauf es dabei ankommt und welche Inhalte für deine Leser interessant sind, das verraten wir dir hier.

Social Media als Chance
Wir leben im digitalen Zeitalter. Längst wirkt sich das nicht nur auf unser Privatleben, sondern auch auf die Arbeitswelt aus. Diese Entwicklungen sind für manchen zu schnell und scheinbar unüberschaubar. Doch der Wandel bringt auch wertvolle Chancen mit sich. Diese gilt es zu erkennen und für sich zu nutzen. Social Media-Plattformen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Auch für dich und deinen Handwerksbetrieb werden diese immer relevanter. Die Gründe dafür sind ganz unterschiedlich. So stehen beispielsweise mit den Generationen Y (ab Jahrgang 1980) und Z (ab Jahrgang 1995) bestimmte Altersgruppen als potenzielle Bauherren oder Mitarbeiter in den Startlöchern, die mit der Technik aufgewachsen und mit den digitalen Strukturen bestens vertraut sind. Auch in Sachen Kommunikation greifen sie daher zunehmend auf soziale Netzwerke zurück. Um diese Zielgruppen zu erreichen, ist es umso wichtiger für Handwerksunternehmen, hier aktiv zu werden.

Schreibtisch mit Apple Computer iMac, Macbook pro, iPhone und Tastatur
Instagram, Facebook und Co.: Soziale Netzwerke bieten viele Möglichkeiten. Auch in der Baubranche werden diese im Bereich der Kommunikation immer wichtiger. Foto: ITW Befestigungssysteme

Das passende Netzwerk
Bevor du loslegst, solltest du dich zunächst mit den einzelnen Netzwerken auseinandersetzen. Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass die gewählte Plattform zu deinem Betrieb passt und für dich im Alltag leicht umsetzbar ist. Denn dein eng getakteter Arbeitstag lässt vermutlich nur wenig Zeit für weitere Aufgaben. Instagram, Facebook, LinkedIn, TikTok und YouTube gehören zu den meist genutzten sowie beliebtesten Kanälen. Jede Plattform ist anders – doch eins haben sie gemeinsam: Alle stehen als Desktop- oder App-Anwendung zur Verfügung, sodass du sie vom Computer oder Handy aus und quasi überall bedienen kannst. Im Normalfall sind sie zudem kostenlos.

Instagram ist eine audiovisuelle Plattform mit Blogcharakter. Sie
lebt insbesondere von Bildern sowie Videoaufnahmen und eignet sich daher vor allem für den visuellen Typ Mensch. Bei den veröffentlichten Inhalten ist daher die Optik wesentlich. Die Bedienung ist unkompliziert, sodass man schnell den Dreh raushat. Bilder von der Baustelle, vom Mitarbeitermeeting oder von neuen Arbeitsgeräten lassen sich schnell und einfach positionieren. Um besser auf Instagram gefunden zu werden und um deine Reichweite zu erweitern, solltest du hier unbedingt Hashtags – Kennzeichnungen – nutzen. Oftmals helfen gängige Begriffe aus dem #Handwerk – #elektrohandwerk, #dachdeckerhandwerk, #werkzeug, #baustelle.

Auf Facebook lassen sich ebenfalls Bilder und Videos aus deinem Berufsalltag platzieren. Die Plattform ist jedoch eher wie eine Erweiterung zur eigenen Webseite zu sehen. Denn hier lassen sich alle Angaben zu deinem Unternehmen positionieren. Im Gegensatz zu Instagram bietet Facebook die Möglichkeit, verstärkt ins Detail zu gehen. Darüber hinaus kannst du beispielsweise kostenlos Stellenanzeigen schalten oder einen Veranstaltungskalender führen. Insbesondere der Austausch unter Kollegen spielt auf dieser Plattform eine große Rolle. Denn innerhalb von Gruppen können Themen aus dem Handwerk besprochen werden. Gibt es mal ein fachspezifisches Problem auf der Baustelle, dann findest du hier schnell Rat und Hilfe bei Gleichgesinnten.

LinkedIn ist ein Business-Netzwerk, das insbesondere der Vernetzung mit bestehenden Geschäftskunden und zum Knüpfen von neuen dienstlichen Beziehungen dient. Mit einem Profil auf dieser Plattform kannst du dein Unternehmen professionell in Szene setzen. Vor allem, wenn du international unterwegs bist und Kontakte über Deutschlands Grenzen hinaus erreichen möchtest, bist du hier richtig. Wie auch bei den bereits genannten Netzwerken hast du auch auf LinkedIn viele Möglichkeiten – von Werbeanzeigen über Kundenakquise bis hin zur Mitarbeitersuche.

YouTube ist hingegen ein reines Videoportal. Nutzer haben hier die Möglichkeit, sowohl Videos zu schauen als auch hochzuladen. Ob zum Zeitvertreib oder für Recherchezwecke – die Plattform ist oftmals der erste Anlaufpunkt, wenn es um Bewegtbilder geht. Sie kann unter anderem für die Verbreitung von Musik, Filmen, Dokumentationen, Tutorials oder auch Produkttrailer genutzt werden. Wie letzterer beispielsweise aussehen kann, siehst du hier:

Videoplattformen wie YouTube sind vielfältig: Hier lassen sich nicht nur Filme und Musikclips verbreiten, sondern auch Tutorials oder Produkttrailer.

YouTube ist also ein Allrounder – vor allem für Unternehmen. Diese können hier Bauprojekte, das eigene Leistungsspektrum oder Mitarbeiter vorstellen. Interessenten erhalten die Möglichkeit mehr über deinen Betrieb und deine Arbeit zu erfahren. Videos sind für sie oftmals eine maßgebende Entscheidungshilfe. Darüber hinaus ist YouTube nach Google die zweitgrößte Suchmaschine weltweit – denn auch hier gehen täglich Suchanfragen in Millionenhöhe ein. 

Auch bei TikTok stehen Videos im Fokus. Hier kannst du sie nicht nur anschauen oder hochladen, sondern auch direkt in der App aufnehmen. Für die Bearbeitung des Materials hast du auf der Plattform einige Möglichkeiten – mit Filtern und Effekten kann dieses wirkungsvoll gestaltet werden. TikTok ist jedoch lediglich für kurze Aufnahmen gedacht – diese dürfen eine Dauer von 60 Sekunden nicht überschreiten. Inhaltlich ist hier fast alles erlaubt – der Unterhaltungsfaktor steht im Fokus.

Profilpflege – was dabei zu beachten ist
Der Zeitfaktor spielt bei der Pflege der Kanäle eine wichtige Rolle. Damit dir keine Anfragen oder Nachrichten entgehen, solltest du täglich einen Blick in deine Profile werfen. Als Faustregel gilt: Investiere täglich 15 Minuten. Darüber hinaus ist es wichtig, dass du regelmäßig Inhalte bietest. Denn vernachlässigte Accounts machen oftmals keinen guten Eindruck. Doch lass dich davon nicht abschrecken – du bestimmst das Tempo. Konzentriere dich zunächst auf eine einzige Plattform. So kannst du erst einmal testen, wie sich Social Media in deinen Alltag einbringen lässt. Kommst du damit gut zurecht, kannst du im nächsten Schritt weitere Kanäle hinzunehmen. Ist Social Media jedoch so gar nicht dein Ding? Kein Problem. Frag beispielsweise deine Auszubildenden, ob sie dich dabei unterstützen. Sie sind oftmals technikaffin und kennen sich in der Welt der sozialen Medien aus.

Bilder und posten – die richtigen Tools
Für die Bedienung und Pflege der Kanäle steht dir eine Vielzahl an kostenlosen Tools zur Verfügung. Wusstest du, dass die einzelnen Plattformen oftmals eigene Anwendungen zur besseren Nutzung anbieten? So kannst du beispielsweise bei Facebook über die Business Suite Beiträge sowohl für diesen Kanal als auch für Instagram vorplanen. Das bedeutet: Bilder und Texte können für einen bestimmten Zeitraum im Vorfeld hochgeladen werden. Veröffentlicht werden diese dann erst am definierten Tag und zur festgelegten Uhrzeit. Das bietet eine wahre Erleichterung – denn du kannst gebündelt Inhalte einpflegen und musst dies nicht täglich machen. Dieselbe Funktion bieten auch Tools wie Hootsuite oder Buffer. Hier kannst du mehrere Kanäle zentral pflegen. Die kostenfreie Variante eignet sich, wenn du nur begrenzt vorplanen möchtest – hast du jedoch mehr Futter, bietet sich ein erweiterter kostenpflichtiger Account an, bei dem du mehr Beiträge einstellen kannst.

Um deinen Bildern den letzten optischen Feinschliff zu verpassen, kannst du mit ein paar Tricks nachhelfen. Die meisten Korrekturen lassen sich oftmals direkt am Smartphone oder über die Plattformen umsetzen – Kontrast, Sättigung, Belichtung und Co. sind hier im Handumdrehen angepasst. Des Weiteren können vordefinierte Filter zu einer anderen Bildstimmung beitragen und ansprechende Effekte erzielen. Mit kostenlosen Bildbearbeitungsprogrammen wie zum Beispiel Gimp kannst du darüber hinaus auch Störenfriede wegretuschieren. Wird hingegen eine grafische Darstellung benötigt, dann ist die App Canva hilfreich. Letztere ist ein Grafik- und Layoutprogramm und stellt bereits erstellte Entwürfe zur Verfügung, die sich nach Belieben anpassen lassen. Weihnachts- oder Ostergrüße lassen sich auch im Design deines Unternehmens erstellen – dafür musst du kein Grafiker sein. Auch praktisch: Die App bietet zudem eine Vielzahl an Vorlagen für sonstige Werbezwecke wie Flyer und Visitenkarten.

Inhalte – interessant und einzigartig
Du fragst dich sicherlich, welche Inhalte noch relevant sind. Die Themen können hier ganz unterschiedlich ausfallen. Lass deine Community am Arbeitsalltag teilhaben und kommuniziere, was dich gerade selbst beschäftigt. Zeig beispielsweise Baustellenfotos oder Detailaufnahmen von Bauwerken. Hast du deine Mannschaft mit neuem Werkzeug ausgestattet, dann lass es die Welt wissen. Die modernen Tools sorgen nicht nur für Zufriedenheit bei deinen Mitarbeitern, sie bieten auch weitere Argumente, warum potenzielle Bewerber genau bei dir anfangen sollten. Denn gutes Werkzeug ist bekanntlich die halbe Miete. Setzt du beispielsweise auf Geräte, die besonders leicht sind und gut in der Hand liegen wie die Gasnagler der Xi-Serie von Paslode – so signalisierst du, dass dir das Wohl deiner Mitarbeiter wichtig ist. Überdies kannst du diese auch vorstellen, eine Stellenausschreibung rausgeben oder Veranstaltungen ankündigen. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass du interessant wirkst und einzigartig bist. Hebe dich von der Masse ab – verstell dich jedoch nicht, um anderen zu gefallen.

Darüber hinaus kannst du die Kanäle selbst für Recherchezwecke nutzen. Auch Hersteller verschiedenster Werkzeuge sind in den sozialen Medien aktiv und informieren hier unter anderem regelmäßig über Produktneuheiten. So bist auch du immer in Sachen Technik auf dem neuesten Stand und verpasst nichts.

Dachdecker beim Befestigen von Windrispenbänder auf der Baustelle mit einem Paslode Nagelgerät
Berichte über Neuigkeiten aus deinem Betrieb. Stattest du dein Team mit neuen Gasnaglern aus, dann lass es alle wissen. So zeigst du auch Bewerbern, was sie im Unternehmen erwartet. Foto: ITW Befestigungssysteme
Dachdecker beim Einlatten eines Daches auf der Baustelle mit Paslode Geräten
Zeige, was dich im Alltag beschäftigt: Aktuelle Fotos von Baustellen halten die Leser auf dem Laufenden. Foto: ITW Befestigungssysteme

Online durchstarten – Los geht’s!
Deine Präsenz in den sozialen Medien macht dein Unternehmen greifbar. Die persönlichen Inhalte, die gezeigt werden, verleihen deinem Betrieb Charakter und zeigen, wie dieser wirklich tickt. Insbesondere der Austausch mit Kunden, Partnern und Kollegen gestaltet sich über die Kanäle häufig einfacher und man kann in den direkten Dialog einsteigen. Jedoch ist Social Media kein Ersatz für die klassische Kommunikation – der persönliche Kontakt sollte weiterhin gepflegt werden. Die Netzwerke sind als Erweiterung und Chance für einen besseren Informationsaustausch wahrzunehmen. Es ist nie zu spät – wag den Schritt, werde aktiv und mach dich sichtbar auf Facebook, Instagram und Co.

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